Automata


Der Planet ist im Eimer und größtenteils unbewohnbar – gut zu wissen, dass sich die verbliebenen Menschen da auf die Unterstützung ihrer smarten Roboter verlassen können. Oder etwa doch nicht?

Der Atomkrieg wird überschätzt: In dieser filmischen Zukunft sind es verheerende Sonnenstürme, die unseren Planeten bis zum Jahr 2044 in eine sengende, in weiten Teilen tödlich verstrahlte Einöde verwandelt haben. Die wenigen Überlebenden haben sich – sofern sie zu den Glücklichen gehören – in Städten verschanzt, wo sie die weniger glücklichen Zeitgenossen mit Mauern und Waffengewalt auf Dis­tanz halten. Im Alltag lassen sie sich  von intelligenten „Pilgrim“-Robotern unter die Arme greifen – gebaut von der allmächtigen ROC-Company. Um die universell einsetzbaren Helfer im Zaum zu halten, hat man ihnen zwei unumstößliche Robotergesetze einprogrammiert. Regel eins: Schade niemals einem Menschen! Regel zwei: Modifiziere dich nicht selbst! Will ja schließlich niemand, dass sich der Baustellen-Robbie und das Herrenabendversüßungsmodell in Eigenregie zum Terminator upgraden. Doch dann trudeln Berichte über Cyborgs ein, die sich selbst reparieren. Die Company schickt Versicherungsagent Jacq Vaucan (Antonio Banderas), um nach dem Rechten zu sehen. Siehe da: Im Inneren einer „verdächtigen“ Maschine entdeckt er eine wertvolle Superbatterie, die dort nicht hingehört. Da dürfte wohl ein „Uhrmacher“ dahinterstecken, ein illegaler Bastler. Während er bei seinen weiteren Ermittlungen mit immer mehr Robotern in Berührung kommt, muss Jacq feststellen, dass er das Wesen ihrer künstlichen Intelligenz wohl verkannt hat. Genauso wie die wahren Absichten seiner Kollegen.

Smarte Cyborgs à la Isaac Asimov werkeln in einer „Blade Runner“-Gesellschaft in einer ungastlichen „Mad Max“-Wüste: Die von Hauptdarsteller Banderas produzierte spanische Dystopie bedient sich tüchtig bei Genre-Klassikern, punktet aber mit ordentlichem Look und einem philosophisch durchsetzten Finale. Bis dahin braucht es aber Zuschauer mit Durchhaltevermögen, um bei dem im Mittelteil zum Gangster-B-Movie mutierenden Geschehen am Ball zu bleiben.

OT: Automata, USA/SPA 2014 R: Gabe Ibáñez D: Antonio Banderas, Dylan McDermott, Melanie Griffith FSK: 12 Jahre L: 106 Minuten Anbieter: Eurovideo

Ab 28. April 2015 auf DVD und Blu-ray

3

Fazit

Zerfaserte, aber recht ansehnliche Low-Budget-Variante des „I, Robot“-Themas mit einem sehenswerten Showdown

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