Get On Up


Tate Taylor („The Help“) verfilmt das Leben von „Mr. Dynamite“ James Brown als hektisch montierte Achterbahnfahrt zwischen Genie und Wahnsinn

“Wenn es gut klingt und sich gut anfühlt, dann ist es auch Musik!“ James Brown gilt als einer der bedeutendsten Musiker des 20. Jahrhunderts, der Künstler wie Miles Davis, Michael Jackson oder Prince stark beeinflusst hat. Doch wie bei vielen genialen Interpreten glich das Leben des am 25. Dezember 2006 verstorbenen Godfather of Soul einer ständigen Gratwanderung zwischen Genie und Wahnsinn. „The Help“-Regisseur Tate Taylor erzählt diese Geschichte im Gegensatz zu anderen Biografien nicht chronologisch. Stattdessen wechselt er zwischen einzelnen Zeitabschnitten beliebig hin und her, um Browns Figur zu umreißen. Dabei beleuchtet das Biopic die schwierige Kindheit, den musikalischen Aufstieg mit den „Famous Flames“ und die Höhepunkte seines Schaffens. Aber auch Browns Drogeneskapaden und seinen mitunter tyrannischen Charakter spart die musikalische Zeitreise nicht aus. Hauptdarsteller Chadwick Boseman meistert seine Aufgabe mit Bravour und ist vom echten James Brown kaum noch zu unterscheiden – eine oscarreife Leistung. Dazu sorgen unvergessliche Hits, ebenso tragische wie komische Momente und die superbe Ausstattung für über zwei Stunden beste Unterhaltung, die gleichermaßen ins Herz wie in die Beine geht. Die stückhafte Inszenierung wird aber nicht jedermann gefallen.

OT: Get On Up, USA 2014 R: Tate Taylor D: Chadwick Boseman, Nelsan Ellis, Viola Davis, Octavia Spencer, Dan Aykroyd FSK: 12 Jahre L: 134 Minuten Anbieter: Universal

Ab 12. Februar 2015 auf DVD und Blu-ray

4

Fazit

Fantastische cineastische Verbeugung vor einem Ausnahme-Musiker mit grandiosen Song-Darbietungen und einer oscarverdächtigen Hauptdarsteller-Leistung

Sending
Leserwertung 3 (1 vote)

Trailer

Kommentar verfassen