Guardians Of The Galaxy


Starlord und seine verpeilten Kumpanen müssen das Universum vor dem „bösen“ Ronan retten. Mit dieser neuen Sci-Fi-Franchise wird Marvel in den nächsten Jahren viel Kohle scheffeln

Gerade mal vier Jahre ist es her, dass James Gunn mit „Super“ einen gelungenen Indie-Superhelden-Film abgeliefert hat. Kosten: 2,5 Mio. Dollar. Im Anschluss legte er mit „Guardians Of The Galaxy“ (Kosten: 170 Mio.) den Grundstein für eine neue Comic-Franchise: Sein durchgeknalltes Sci-Fi-Abenteuer um eine schräge „Superhelden“-Force  (die erstmals in den Sechzigern in Marvel-Comics auftauchte) war sowohl am Boxoffice als auch bei der Kritik ein Erfolg und wird deswegen 2017 ein Sequel erhalten.

Doch von der Zukunftsmusik zurück zum unerwartet erfolgreichen Debüt: Nachdem der kleine Erdenbub Peter vor einigen Jahren von interstellaren Schleppern entführt wurde, düst er inzwischen als windiger Abenteurer Starlord (Aufsteiger Chris Pratt) durch die Galaxie. Als er auf einem verlassenen Planeten für einen unbekannten Kunden ein mysteriöses Artefakt erbeutet, landet er auf der Abschussliste des machtgierigen Möchtegern-Imperators Ronan, der ihm seine Killeramazone Gamora (Zoe Saldana) auf die Fersen hetzt. Auch die beiden Kopfgeldjäger Rocket, ein mutierter Waschbär, und Groot, ein einsilbiger Baum, und die intergalaktische Polizeitruppe stellen ihm nach. Als Starlord mit seinen Jägern im Weltraumknast landet, verbünden sich die vier ungleichen Sonderlinge und brechen mit Kraftprotz Drax (MMA-Klopper Dave Bautista) aus. Nur sie können verhindern, dass Bösewicht Ronan die Galaxie ins Chaos stürzt.

Anders als bei den „Avengers“ geht es bei dieser munteren Anarcho-Truppe deutlich alberner zu: Hier hagelt‘s Gags und coole Sprüche am Fließband, und Rocket & Groot sind die vielleicht lustigsten Weltraum-Sidekicks seit R2-D2 und C-3PO. Die Story jedoch bleibt auf der Strecke und wirkt lustlos zusammengestückelt. Besonders schwach: Bösewicht Ronan, der etwa so bedrohlich ist wie Käpt’n Blaubär. Geniale Mimen wie Benicio del Toro und Glenn Close werden wiederum in winzigen Cameo-Nebenrollen geparkt.

OT: Guardians Of The Galaxy, USA 2014 R: James Gunn D: Chris Pratt, Zoe Saldana, Lee Pace FSK: 12 L: 116 Minuten Anbieter: Disney

Ab 8. Januar 2015 auf DVD, Blu-ray und Blu-ray 3D

4

Fazit

Rasant-durchgeknalltes Anarcho-Weltraumspektakel mit coolem Helden-Quintett und wirrer Chaos-Story

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