Maze Runner


Irgendwo muss doch ein Ausgang sein! Eine auf sich allein gestellte Gruppe von Jugendlichen geht auf verzweifelte Erkundungstour in einem gigantischen Labyrinth. Gegen die mörderischen Schrecken darin ist der sagenhafte Minotaurus nur eine leicht verstimmte Milchkuh!

Es geht aufwärts mit Thomas – aber nur im physikalischen Sinn. Ohne jegliche Erinnerungen erwacht der Teenager in einem fahrenden Lift, der ihn auf eine Lichtung unter blauem Himmel bringt. Dort wird er von einer stattlichen Gruppe Gleichaltriger begrüßt – alle vereint im selben Schicksal: Jeder von ihnen ist einst in diesem Aufzug erwacht, der neben dem Passagier noch verschiedene Vorräte mit unbekannter Herkunft enthält. Ansonsten sind die Jungs in dem von gigantischen Mauern umstellten Gebiet auf sich allein gestellt, haben sich ein einfaches Hüttendorf zusammengezimmert, bestellen ein paar Felder und halten etwas Vieh. Die ganz Verwegenen unter ihnen sind die „Läufer“, die das riesige Labyrinth erkunden, das sich jenseits der Steinwälle verbirgt. Sobald sich allmorgendlich wie von Zauberhand das riesige Tor in der Mauer öffnet, spurten sie los zur Suche nach einem Ausgang, um abends pünktlich vor Sonnenuntergang wieder zurück zu sein. Denn bisher hat niemand auch nur eine Nacht in dem von mysteriö­sen Monstern namens Griewern bevölkerten Irrgarten überlebt.

Bedrückend und finster, erfreulich taff, erstklassig gespielt: Die Verfilmung der (Prequels und geplante Bücher mitgerechnet) fünfteiligen Jugendbuchvorlage von US-Vielschreiber James Dashner hebt sich mit ihren Qualitäten angenehm aus der Masse der aktuellen Dystopie-Verfilmungen ab. Regieneuling Wes Ball findet dabei stets die richtige Balance zwischen Spannung, teils überraschend harter Action und Charakterzeichnung – auch wenn die Story nicht immer schlüssig wirkt und so manch angerissener Nebenstrang dann doch in einer Sackgasse versandet.

OT: The Maze Runner, USA 2014 R: Wes Ball D: Dylan O‘Brien, Kaya Scodelario, Thomas Brodie-Sangster, Will Poulter, Patricia Clarkson FSK: 12 Jahre L: 109 Minuten Anbieter: Fox

Ab 26. Februar 2015 auf DVD und Blu-ray

4

Fazit

Der „Herr der Fliegen“ trifft auf dunkel dystopische „Panem“-Atmosphäre – ein sehenswerter Grenzgänger unter den Jugend-Science-Fictions mit starken Darstellern. Macht Lust auf mehr!

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Leserwertung 4 (4 votes)

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Ein Kommentar

  1. franziska-t 28. März 2015

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