Plötzlich Gigolo


Woody Allen vermarktet John Turturro als einfühlsamen Edel-Callboy

Zu Beginn wähnt man sich tatsächlich in einem alten Allen-Film, der auf die bewährten Ingredienzien zurückgreift: pointierte Dialoge, stimmige Jazzmusik, ästhetisch in Szene gesetzte Settings in New York. Tatsächlich saß aber Turturro auf dem Regiestuhl, der auch das Skript schrieb und die Hauptrolle spielt. Buchhändler Murray (Allen) steht vor der Pleite und überredet seinen alten Kumpel Fioravante, sich als Teilzeit-Gigolo für reifere Frauen zu verdingen. Erste Kundin ist Dr. Parker (Sharon Stone), die Murray mit ihrem Traum von einer Ménage-à-trois zur neuen Geschäftsidee inspirierte. Fioravante kommt mit seiner einfühlsamen Art gut an. Das Geld sprudelt, bis der Mann für gewisse Stunden sich in die Witwe eines chassidischen Juden (spröde: Vanessa Paradis) verliebt. Die Chemie des ungleichen Paares stimmt aber nicht, die Lovestory bleibt unglaubwürdig, die witzige Grundidee verliert ihren Drive und versandet als fade Lovestory.

OT: Fading Gigolo, USA 2013 R: John Turturro D: Aubrey Joseph, John Turturro, Woody Allen, Vanessa Paradis, Liev Schreiber, Sharon Stone FSK: o. A. L: 87 Minuten Anbieter: Concorde

Ab 19. März 2015 auf DVD und Blu-ray

2,0

Fazit

Gut gemeinte Hommage an Woody Allen, die nach schwungvollem Start in Langeweile versinkt

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