The Forest


Die einen nehmen Plastikbänder mit, um wieder herauszufinden, die anderen ein Seil, um auf ewig dazubleiben: Hereinspaziert in die grüne Hölle des japanischen Selbstmörder-Walds!

Die junge Amerikanerin Sara Price (Natalie Dormer aus „Game Of Thrones“) ist besorgt: Ihre nach Japan ausgewanderte Zwillingsschwester Jess ist verschwunden. Die dortige Polizei befürchtet das Schlimmste, denn zuletzt wurde sie auf dem Weg in den Aokigahara-Wald gesehen. Die verfluchte Gegend ist ein Magnet für Verzweifelte, die sich in der Abgeschiedenheit dort das Leben nehmen. Auch wer ohne Suizidabsicht kommt, sollte sich hüten: Man sagt, dass böse Geister die Gedanken der Besucher vergiften und sie damit in den Freitod treiben. Trotzdem macht sich Sara auf den Weg, um selbst nach Jess zu suchen. Bei einem abendlichen Drink lernt sie den Journalisten Aiden kennen, der sich bereit erklärt, sie zusammen mit dem ortskundigen Führer Michi zu begleiten. Kaum haben sie am nächsten Morgen die „Nicht den Weg verlassen!“-Schilder ignoriert, baumelt ihnen im Dickicht schon der erste Selbstmörder entgegen. Gegen Abend stolpern sie endlich über eine heiße Spur, doch Jess selbst ist nirgends zu sehen. Weil Sara jetzt um keinen Preis aufgeben will, bleibt sie mit Aiden im Wald. Trotz Michis eindringlicher Warnungen.

Kaum ein Horrorfilm ohne „nach wahrer Begebenheit“ im Kleingedruckten – das kennt man zur Genüge. Der amerikanische Werbe- und Musikvideoprofi Jason Zada ließ sich für sein Langfilmdebüt aber tatsächlich von der realen Welt inspirieren: Der Aokigahara ist Japans „Lieblings-Selbstmordplatz“, allein im Jahr 2003 – dem letzten mit veröffentlichter Statistik – fanden Polizei und Feuerwehr bei ihrer alljährlichen Suche 105 Tote. Zada fängt die seltsam entrückte Todeswald-Stimmung in beklemmenden, wenn auch in Serbien gedrehten Bildern ein, die er mit zahlreichen Aufschreckmomenten durchbricht – und damit letztlich doch wieder auf altbekannte Waldfluchpfade einschwenkt.

OT: The Forest, USA 2015 R: Jason Zada D: Natalie Dormer, Taylor Kinney FSK: 16 Jahre L: 90 Minuten Anbieter: Splendid

Ab 3. Juni 2016 auf DVD und Blu-ray erhältlich

3

Fazit

Der Schreckenswald wird zum heimlichen Hauptdarsteller in einem bedrückend schweren, aber wenig innova­tionsfreudigen Psychotrip

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