The Raid 2


Iko Uwais schleicht sich als Undercover-Cop in eine mächtige Mafia-Gang ein. Ein spektakuläres und blutiges Martial-Arts-Action-Epos, wie Sie es noch nie gesehen haben

Mit „The Raid“ hat Waliser Gareth Evans den Martial-Arts-Actionfilm 2011 in puncto Choreografie, Brutalität und Ästhetik auf ein neues Level gehievt. Einziger Schwachpunkt seines nach „Merantau“ (2009) erst zweiten Films: Das Setting war auf ein Hochhausgebäude beschränkt. Als beklemmendes Apartment- und Korridor-Scharmützel hat das funktioniert, doch für ein Action-Epos braucht es einfach mehr Story und Schauplätze. Voilà: In Teil 2, der nahtlos an den ersten anschließt, wird nun in Knast-Klos, Lagerhallen, Restaurants, Küchen, Autos oder Gefängnis-Innenhöfen von Jakarta gemetzelt. Nachdem er die Hochhausrazzia des Erstlings als beinahe Einziger überlebt hat, droht dem jungen Cop Rama (Uwais) Gangster-Ungemach. Bunawar, einer der wenigen nicht korrupten Polizisten der Metropole, überredet ihn, seiner Undercover-Einheit beizutreten, und verspricht dafür im Gegenzug, Ramas Familie zu beschützen. Erster Auftrag des Knochenbrechers: Er soll unter falscher Identität in den Bau wandern, um sich dort das Vertrauen von Uco, dem Erben des Bangun-Syndikats, zu erschleichen und dessen Organisation zu infiltrieren. Als er dem Mafiasohn bei einem Gefängnisgemetzel das Leben rettet, geht der Plan auf und Rama wird nach der Entlassung als Handlanger eingestellt. Doch in der zwischen den Banguns und der japanischen Goto-Gang aufgeteilten Unterwelt Jakartas rumort es: Ein grausamer neuer Gangster macht von sich Reden, und Rama landet zwischen allen Fronten.

Was Iko Uwais, der seit über 20 Jahren den Kampfsport Pencak Silat praktiziert und von seiner Präsenz her an Asia-Ikone Tony Jaa erinnert, kloppetechnisch drauf hat, weiß man mittlerweile. Nun erweist er sich obendrein als patenter Mime, der auch die dramatischen Parts dieses um Verrat, Ehre und Tradition kreisenden Mafia-Epos tragen kann. Regisseur Evans wiederum offenbart in seinem Drittwerk ein beeindruckendes visuelles Talent: Seine meisterhaften, von kräftigen Farben getragenen Bildkompositionen, der pumpende Score und die erschütternden Gewalteruptionen erinnern an Hollywood-Größen wie Tarantino oder Winding Refn.

OT: The Raid 2: Berandal, Indonesien 2014 R: Gareth Evans D: Iko Uwais, Doni Alamsyah, Julie Estelle, Arifin Putra FSK: 18 Jahre L: 144 Minuten Anbieter: Koch Media

Ab 27. November 2014 auf DVD und Blu-ray

5,0

Fazit

Brutal, packend und grandios inszeniert: ein Meisterwerk!

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