The Reach


Michael Douglas als schwerreicher Kotzbrocken in einer hochkarätigen DVD-Premiere. Geht das? Aber hallo!

Die amerikanische Mojave-Wüste ist ein lebensfeindlicher Ort. Mit einer Niederschlagsmenge von maximal 150 Millimetern pro Jahr kann hier nur wenig gedeihen. Schon gar nicht ein Mensch ohne Wasser. Das weiß auch der großspurige Geschäftsmann John Madec (Michael Douglas), der kurz mit seinem SUV aus der Stadt herübergebraust kommt, um bei einem illegalen Jagdtrip außerhalb der Saison ein weiteres Tier für seine Trophäenwand zu schießen. Der örtliche Sheriff lässt sich schmieren und gibt dem Jungspund Ben Anweisung, Madec als kundiger Fährtensucher in die Wüste zu begleiten. Vom schnellen Geld geblendet lässt auch Ben sich breitschlagen, doch das wird er schnell bereuen. Anstatt des erhofften Wildtiers gerät der Eigenbrötler Charlie vor Madecs Visier und endet als Kollateralschaden. Gut, das war jetzt suboptimal, so viel will der Geldsack zugestehen, aber er kann sich keine Scherereien leisten und bietet Ben eine goldene Zukunft, wenn er die Leiche einfach in der Wüste verscharrt. Als sich der Jagdführer weigert, mit dem Todesschützen gemeinsame Sache zu machen, bekommt er am eigenen Leib zu spüren, wie skrupellos Madec tatsächlich ist: Er zwingt den unbedarften Jüngling mit vorgehaltenem Gewehr, sich bis auf die Unterhose auszuziehen und hetzt ihn in die Wüste. „Ich bring dich nicht um. Ich seh dir nur beim Sterben zu“, kommentiert er maliziös das Geschehen. Ein Wettlauf auf Leben und Tod beginnt.

Douglas gibt mit sichtlicher Verve den Fiesling, Newcomer Jeremy Irvine („The Railway Man“) hält mit hohem Körpereinsatz und jugendlichem Schwung dagegen. Das Ergebnis ist ein routinierter Genrebeitrag, der geradlinig seinen ungleichen Zweikampf abspult und mit manch schrägem Spruch für Auflockerung sorgt.

OT: Beyond The Reach, USA 2014 R: Jean-Baptiste Leonetti D: Michael Douglas, Jeremy Irvine, Hanna Mangan Lawrence FSK: 16 Jahre L: 87 Minuten Anbieter: Universum

Ab 25. September 2015 auf DVD und Blu-ray

3

Fazit

Abenteuerlicher Survival-Trip, der zwar das Rad nicht neu erfindet, aber mit staubtrockenem Humor und zwei gut aufgelegten Darstellern punktet

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