Wara No Tate


Fünf Elite-Polizisten müssen das Leben eines geächteten Mörders beschützen: Action mit Moralunterbau von Takashi Miike

Nach dem bestialischen Mord an seiner kleinen Enkelin lobt Unternehmer Ningawa per Annonce ein gigantisches Kopfgeld für denjenigen aus, der den untergetauchten Täter tötet. Das zieht schnell Kreise; der gerade noch der Mordattacke eines Nachbarn entkommene Kiyomaru flüchtet sich in die Obhut der Polizei von Fukuoka. Ein Trupp bewährter Elite-Cops soll ihn von dort nach Tokyo bringen. Es wird ein tödlicher Spießrutenlauf per Bus, Zug, Taxi und zu Fuß. Ein Anschlag jagt den nächsten, bald misstrauen sich sogar die Leute der Eskorte.

Die Story klingt nach B-Action- und Spaghetti-Western – und tatsächlich serviert Fleißfilmer Takashi Miike einige derbe Schießereien und Exzesse, wie sie seine Fans von ihm erwarten. Seine wahre Größe zeigt der grimmige Reißer aber in seinen ruhigen Momenten, wenn er die moralischen Grauzonen aus allen Winkeln durchleuchtet – bis hin zu der Frage, ob es ein skrupelloser Kindermörder überhaupt verdient hat, vom Staat beschützt zu werden.

OT: Wara no tate, JAP 2013 R: Takashi Miike D: Nanako Matsushima, Tatsuya Fujiwara, Takao Osawa FSK: 16 Jahre L: 112 Minuten Anbieter: Warner

Ab 6. November 2014 auf DVD und Blu-ray

4

Fazit

Etwas langatmiges, aber superb gespiel­tes Dilemma aus dem Spannungfeld von Loya­lität, Manipulation und Korruption

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